GLORY TO THE QUEEN

Vier Frauen setzen die Welt Schachmatt
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Ein Film von
TATIA SKHIRTLADZE
ab 19. Mai im Kino!
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Während des Kalten Krieges revolutionieren in der Sowjetunion vier georgische Spitzenspielerinnen die bis dahin männlich dominierte Schachwelt und werden zu Ikonen der weiblichen Emanzipation.

Termine & Veranstaltungen

GLORY TO THE QUEEN

in den österr. Kinos:

Kino Katsdorf

am 20.7. Murinsel, Graz

Sonderveranstaltungen:
in Anwesenheit der Filmemacherin
Tatia Skhirtladze

5. Juli, 18:30 Uhr, – Top Kino, Wien

SYNOPSIS

Nona Gaprindaschwili, Maia Tschiburdanidse, Nana Alexandria und Nana Iosseliani: Vier Namen, die die Augen so gut wie aller Schachspieler*innen aufleuchten lassen. Als Spitzenspielerinnen dominierten sie die Schachszene vom Beginn der 1960er bis zum Zerfall der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre und holten den Weltmeistertitel zehn mal hintereinander nach Georgien. Nona Gaprindaschwili gelang, was noch keine Frau vor ihr erreicht hatte: Als erste Frau errang sie den Großmeistertitel in Männer. 15 Jahre lang blieb sie Weltmeisterin, dann geschah das Unerwartete: Die erst 17-jährigen Maia Tschiburdanidse stieß sie vom Thron. Nana Alexandria und Nana Ioselliani waren ihnen stets auf den Fersen un zu viert waren sie praktisch unschlagbar. Ihre immensen Erfolge in der bis dahin männlich dominierten Schachwelt, führten dazu, dass zahllose Mädchen nach ihnen benannt wurden. Die Erinnerung an ihre Errungenschaften lebt so auch in den Frauen, die ihre Namen tragen weiter. Glory to the Queen setzt ihnen, mit einem Film über Sieg und Niederlage am Schachbrett und im Leben, das verdiente Denkmal.

DIE DEUTSCHE FASSUNG

Mit Maria Happel als Nana Alexandria, Maria Hofstätter als Maia Tschiburdanidze, Brigitte Krenn als Nana Iosseliani und Susi Stach als Nona Gapridaschwili tragen vier hochkarätige österreichische Schauspielerinnen in der deutsch eingesprochenen Version zur Verbreitung dieser unglaublichen hierzulande leider viel zu wenig bekannten Erfolgsgeschichte bei.

REGIESTATEMENT

Ich wuchs in der Sowjetrepublik Georgien auf und erlebte in meiner Kindheit und Jugend die historischen Umbrüche und Transformationen der 1980er und -90er Jahre.

Die vier besten weiblichen Schachspielerinnen der Welt, meine Protagonistinnen Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Maia Tschiburdanidze und Nana Iosseliani waren damals am Höhepunkt ihrer Karriere. Zwei von ihnen brachten den Weltmeister-Titel ununterbrochene 30 Jahre lang nach Georgien und die, die ihnen dabei gefährlich werden konnten, waren oft wiederum Georgierinnen. Das sowjetische System feierte sie ob ihrer analytischen, intellektuellen und kämpferischen Talente. Lauter Eigenschaften, die bis dahin vor allem Männern zugestanden worden waren. Die vier waren daher auch meine bewunderten Vorbilder und Schach wurde für mich zu einem Symbol intellektueller Emanzipation. Erfahrungen, die mir das Gefühl gaben, dass auch Frauen alles erreichen können.

Mittlerweile lebe ich seit bald zwei Jahrzehnten in Westeuropa. Wenn ich von hier aus in meine alte Heimat blicke, bemerke ich mit Schrecken, wie sich das Bild der Frau in der Öffentlichkeit wandelt. Ich beobachte regressive und reaktionäre Tendenzen, nicht nur in Georgien, sondern in der gesamten Region und frage mich, was da passiert ist.

Nana Iosseliani in Westgeorgischen Svanetien bei einem Schachschulbesuch
Maia Tschiburdanidze mit ihrem Gebetsbuch im Batumi-Tiflis Zug

Ich erinnerte mich an die Heldinnen meiner Jugend und entwickelte die Idee den Idolen meiner Jugend ein filmisches Denkmal zu setzen. Da an die Geschichte von Nona, Maia und den beiden Nanas außerhalb Georgien heute nur noch wenige Schachspezialist*innen erinnern, droht ihr Vermächtnis zu verblassen. Dagegen wollte ich mit Glory to the Queen ein kraftvolles Zeichen setzen.

In russischen und georgischen Archiven fand ich einzigartiges filmisches und fotografisches Material aus der Sowjet-Ära, dass mir neben biografischen Gemeinsamkeiten und Überschneidungen zwischen den vier Frauen auch eine überraschende Seite der sowjetischen Propaganda enthüllte. Das bestärkte mich darin dran zu bleiben.

In meinem Film zeige ich die Heldinnen meiner Kindheit sowohl in ihrem privaten Umfeld, als auch als Personen des öffentlichen Lebens. Sie sorgen dort mit ihren Schachschulen für den Nachwuchs oder engagieren sich für weibliche Spielerinnen. Nona Gaprindaschwili nimmt als einzige immer noch aktiv an Turnieren teil und wurde 2019 wieder einmal Seniorenweltmeisterin.

Die vier, die immer wieder gemeinsam in einer Mannschaft spielten, waren natürlich auch Konkurrentinnen. Der Film zeigt ihre von Nähe und Distanz, Gemeinsamkeit und Konkurrenz geprägten ambivalenten Beziehungen und dokumentiert wie ihre Hingabe und Liebe zu Schach sie doch immer wieder zusammenbringt.

Eine für mich wichtige Auskunftsperson war auch die 2018 verstorbene serbische Schachspielerin und internationale Journalistin Milunka Lazarević. Als “Scheherazade” des Schachjournalismus eröffnet sie den Zuschauer*innen eine globale Perspektive auf das georgische Schachwunder, für sie in seiner revolutionären Kraft mit “einer Landung auf dem Mars oder Jupiter” vergleichbar.

Ein weiterer Handlungsstrang lässt einige der Frauen zu Wort kommen, die zu Ehren von Nona, Maia und den beiden Nanas deren Vornamen tragen. Eine Putzfrau, eine Zugschaffnerin, eine Geschäftsfrau und viele andere erzählen, was das Vermächtnis der Role Models für ihr Leben bedeutet. Schach spielt dabei nicht immer eine Rolle, der Stolz den Namen einer der großen Heldinnen der jüngeren georgischen Geschichte zu tragen, meist aber doch. Ihre manchmal rührenden, manchmal seltsamen, immer aber bewegenden Geschichten zeichnen ein lebendiges Bild der heutigen Generation.

Tatia Skhirtladze
Wien, 20. November, 2020

TATIA SKHIRTLADZE

Geboren 1976 in Tiflis, Georgien, lebt die Künstlerin Tatia (Tamar) Skhirtladze heute in Wien. Sie hat in Tiflis und Wien Kunsterziehung und in Enschede (NL) Bildende Kunst studiert. Derzeit unterrichtet sie Videokunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.
Ihre künstlerische Arbeit oszilliert zwischen Bildender Kunst und Film, ihr Interessensschwerpunkt liegt auf ortsgebundenen sowie langfristigen Mix-Media-Konzepten.
Tatia Skhirtladze war auch als als Kamerafrau und Editorin für Dokumentarfilme tätig, sie entwickelt Filmbildungsangebote und leitet Workshops zu filmkünstlerischen Praktiken.

GLORY TO THE QUEEN, Dokumentarfilm, 82 min, 2020 | P: berg hammer film, Amour Fou, 1991 Productions, Playground Produkcija | A/GE/RS | Best Pitch Award (2018) Women in Film, EWA Network/Film Center Serbia, Fast Forward Film Festival Belgrade, Serbia
ONE YEAR, Kurzdokumentation, 20 min, 2014 | P: SuK Bureau for cultural implication, Azerbaijani Cultural Center in Vienna.

A JOURNEY WITH PETER SELLARS, Dokumentarfilm, 2007 | R: Mark Kidel, P: Agat Films, F: Calliope Media, GB; WILDart FILM, A

FREE SPACES, Dokumentarfilm, 2014 | R: Ina Ivanceanu, P: Amour Fou Luxembourg, LUX; Amour Fou Vienna, A

TESTA, Dokumentarfilm, 2018, R: Karl-Heinz Klopf, P: klopf-kurz production

Credits

Glory to the Queen ist nicht nur ein Film über starke Frauen, er wurde auch von einem starken, fast ausschließlich weiblichen Team produziert. Karin Berghammer (berg hammer film), Bady Minck und Alexander Ivanceanu (Amour Fou Vienna) aus Wien, Nino Chichua and Anna Khazaradze (1991 productions) aus Tiflis, Linda Jensen aus Ungarn and Sarita Matjević (playground produkcija) aus Novi Sad: Sechs Frauen und ein Mann arbeiteten gemeinsam an dieser serbisch-georgisch-österreichischen Koproduktion.

 

GLORY TO THE QUEEN


VIER FRAUEN SETZEN DIE WELT SCHACHMATT

EIN FILM VON
TATIA SKHIRTLADZE

Kino Dokumentarfilm | 82 min | AT, GE, RS | 2020

Premiere: 04. September, 2020 CineDoc Tbilisi

REGIE Tatia Skhirtladze

CO-REGIE Anna Khadzaradze

DREHBUCH Ina Ivanceanu & Tatia Skhirtladze

KAMERA Sebastian Thaler, aac

ADDITIONAL CAMERA  Jerzy Palacz

SCHNITT Petra Zöpnek, aea

TON Irakli Ivanishvili

MUSIK Alexandra Vrebalov

SOUND DESIGN Paata Godziashvili

PRODUZENT*INNEN

Karin Berghammer

Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck

Nino Chichua, Anna Khazaradze, Linda Jensen

Sarita Matijević

PRODUKTION

berg hammer film
Amour Fou Vienna
1991 Productions
playground produkcija

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Produktion

berg hammer film

Tandelmarktgasse 8/16
1020 Vienna

Karin Berghammer

hi@berghammerfilm.at
www.berghammerfilm.at

Amour Fou Vienna

Lindengasse 32
1070 Vienna

Bady Minck & Alexander
Dumreicher-Ivanceanu

vienna@amourfoufilm.com
www.amourfoufilm.com

1991 Productions

40 Paliashvili Street
0169 Tbilisi

Nino Chichua & Anna Khazaradze

info@1991productions.com
www.1991productions.com

playground produkcija

Njegoševa 16
21 000 Novi Sad

Sarita Matijević

playgroundprodukcija@gmail.com
www.playgroundprodukcija.rs

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